Stolze Bilanz derKreisverkehrswacht Neumarkt anlässlich der Jahreshauptversammlung am 11. März2011

 

Als bedeutenden und nichtweg zu denkenden Faktor im gesellschaftlichen Leben mit SchwerpunktVerkehrssicherheit im Neumarkter Raum würdigten Oberbürgermeister ThomasThumann, stv. Landrat Rudi Bayerl und die fast 70 Mitglieder dieKreisverkehrswacht Neumarkt anlässlich der turnusmäßigen Jahresversammlung2011. Dabei wurde für 40 Jahreunfallfreies Fahren das langjährige Mitglied Rudolf Wunderlich mit Urkunde undDankesworten geehrt.

 

Vorsitzender Hermann Pfeiferund Geschäftsführer Erwin März – ihm galt besonderer Dank für die herausragendeGeschäftsführung -  gaben einenüberzeugenden Jahresbericht mit zahlreichen Aktionen. Die gesamteVorstandschaft habe sich weit über die Norm aktiv eingebracht. Äußeres Zeichenist u. a. der Mitgliederstand von 146.

 

Pfeifer ging punktuell einauf das teils rücksichtslose Verhalten der Verkehrsteilnehmer gegenüberFahrschulfahrzeugen, kritisierte das gefährliche Verhalten vieler Radfahrer undbat die Stadt um Unterstützung beim Busverkehr.

 

Dass trotz gestiegenerUnfallzahlen die Zahl der Verletzten und Toten rapide zurückging, führte derVorsitzende auch auf die vielen Aktionen vor Ort – Trainingseinheiten für Bikerund Autofahrer, Informationsveranstaltungen zum Thema „Verkehrssicherheit fürSenioren“, Ausbildung von Schülerlotsen und Schulweghelfern- und vornehmlichauf den hohen Standard der Technik zurück.

Er dankte in diesemZusammenhang besonders den Fahrlehrern und stv. Vorsitzenden Manfred Schreiner,Matthias Otto, den weiteren stv. Vorsitzenden Siegfried Wohlmann, der für die Veröffentlichung in den Medienverantwortlich zeichnet, und Ludwig Biller, der die Ausbildung der Lotsen undSchulweghelfer durchführt.

Ein weiterer Dank galt allenSponsoren – insbesondere der Raiffeisenbank, der Sparkasse, der Fa. Bögl, demAutohaus Fischer, dem Reisebüro Arzt, Fa. Parl, Versicherungsbüro Appenzeller, Stadt Neumarkt, der Kreishandwerkerschaft, demAmtsgericht Neumarkt für Zuwendungen von Bußgeldern, dem Bauhof Woffenbach undder Straßenmeisterei für organisatorische Unterstützung. Dass die Gelderausgezeichnet verwaltet werden, ist vornehmlich der Schatzmeisterin SabineHeidkamp, Nachfolgerin von Ehrenschatzmeister Kurt Lehmeyer, anzurechnen.

 

Erwin März skizzierte dieArbeit während des Jahres 2010 in Schwerpunkten:

So habe Helmut Lukas, Leiterder Polizeiinspektion NM, in 19 Vorträgen 919 Schülerinnen und Schüler derweiterführenden Schulen über Alkohol- und Drogenkonsum aufgeklärt. ErwinKlinger, Fahrschullehrer, hat 54 Klassen im Landkreis über die Gefahren des„Toten Winkels“ informiert. Die Radfahrprüfung legten 1472 Schüler ab, u.a.vorbereitet durch Ludwig Biller. Im April 2010 fand der Bezirksentscheid derOberpfälzer Schülerlotsen in NM statt; ein Schülerlotse aus Berg qualifiziertesich für den Landesentscheid im Mai in Erlangen. Neumarkt war zudem im HerbstAusrichter für die Bezirksversammlung aller Oberpfälzer Verkehrswachten.

 

Hermann Pfeifer informiertedie Versammlung über die Entscheidungsvorschläge der Verkehrswacht zu deranstehenden Verkehrslösung am Unteren Tor:

  1. Grundsätzlich gibt es keine Ideallösung. Umsetzungsfähige Kompromisse sind anzunehmen.
  2. Senkgärten sind baulich nicht nur vertretbar, sondern eine gute Lösungsmöglichkeit bei ca. 4 Metern Höhe und großzügiger Raumgestaltung, damit sie von den Bürgern angenommen werden können.
  3. Die Fahrbahn der Dammstraße soll um 1,5 Meter angehoben werden. Das entspreche der Höhendifferenz der Lammsbräukreuzung und steigere die Akzeptanz bei den Bürgern, den Tunnel zu benutzen.
  4. Durch die Unterführung, die ca. 2,5 Meter abgesenkt werden soll, gelangt man ebenerdig zum Neuen Markt. Bei einem Gefälle von nur 1% sei die Strecke auch von Rollstuhlfahrern und Menschen mit Rollator zu bewältigen.
  5. Die Verkehrsführung für Fußgänger und Radfahrer müsse getrennt werden.
  6. Unterstützt werden muss die Unterführung durch eine Ampellösung, die über die Straße führt.
  7. Der Schwerverkehr mit 7,5 Tonnen oder mehr ist zu begrenzen, der Verkehr von der Nürnberger Straße muss insbesondere über die Florianstraße gelenkt werden.
  8. Ein Kreisverkehr bei der Lammsbrauerei sei zwar sinnvoll, aber von der Fläche her ggf. nicht zu realisieren. Für eine funktionierende Größenordnung seien angrenzende Grundstücke zu erwerben. Auch wenn sich Gespräche schwierig gestalten, seien hier Lösungen von Seiten der Stadt anzustreben.
  9. Ein Punkt, an dem der KVW  besonders gelegen ist: Die Lebensmittelversorgung am Unteren Markt müsse für Senioren und Menschen mit Behinderung und ohne Mobilität gewährleistet sein.

 

Die Antwort desOberbürgermeisters: Die Ideen der Kreisverkehrswacht entsprächen bis auf denKreisverkehr den Planungen 1:1.

 

Den Abschluss derVersammlung bildete ein höchst interessanter Vortrag von Peter Guttenberger,Leiter „Transport und Geräte“ der Fa. Max Bögl: „Energieeinsparung und mobileDatenkommunikation“. Er zeigte auf, wie man trotz steigender Gesamtkosten,eines stetig wachsenden Mitarbeiterkreises über 1000 und eines Fuhrparks vonüber 2000 Fahrzeugen zielgerichtet Energie und Geld sparen kann.

Die Fa. Bögl sei in 21Ländern tätig  und nehme eine steteAufwärtsentwicklung in einem breiten Leistungsspektrum.

Den größten Teil an Kostenfür Fahrzeuge verschlinge der Kraftstoff. Deshalb versuche man aufverschiedenen Ebenen entgegenzuwirken durch z. B. alternativePersonenbeförderung, Sprit-Spar-Training, regelmäßige Wartung und Einstellungder Fahrzeuge, Auswertung für Chancen der Zukunft. Nur durch exakte Daten könneeine nachhaltige Mobilität funktionieren.

 

Hermann Pfeifer danktediesmal nicht nur in Worten: Die Kreisverkehrswacht spendierte Getränke undBrezen.

Ein Fazit insgesamt:Ungünstige Prognosen des Verkehrsverhaltens seien Ausgangspunkt und Motivationfür weitere intensive Bemühungen um die Erhöhung der Verkehrssicherheit derBürgerinnen und Bürger in und um Neumarkt.