Kreisverkehrswachtbegeistert Senioren zum Thema „Verkehrssicherheit“

 

Zum zweiten Mal überhaupt imLandkreis veranstaltete die Kreisverkehrswacht Neumarkt in Deining einenInformationsnachmittag zum Thema „Sicherheit für Senioren“. Die hohe Akzeptanzbestätigte die Richtigkeit und den Sinn der Ziele der ehrenamtlich Tätigen,darunter Vorsitzender Hermann Pfeifer, stv. Vorsitzender Siegfried Wohlmann und Geschäftsführer Erwin März.

Bürgermeister Alois Schererfreute sich bei der Begrüßung über die gemeinsame Initiative derSeniorenbeauftragten der Gemeinde, Kreszenz Feihl, und das Team derVerkehrswacht.

Allgemeine Informationenstanden am Anfang des mit Erfahrungsberichten gespickten Vortrags durchPfeifer. Die Ursachenforschung tödlicher Verkehrsunfälle sei in Teilbereichenverbesserungsbedürftig. Eine konsequente Durchsetzung von Kontrollen undParkvorschriften im Stadt- und Ortsbereich sei erforderlich, um die Sicherheitinsbesondere älterer Menschen zu erhöhen. Die Vereinten Nationen haben dienächsten 10 Jahre zur Dekade der Verkehrssicherheit ausgerufen. Ab Mai 2011soll es auf der ganzen Welt Kampagnen geben, um die Straßen sicherer zu machen.Dazu gehörten auch die verschiedenen Assistenzsysteme zumindest als Angebot inallen Fahrzeugen. Besser eine Standardausrüstung der lebensrettenden Systeme.Seit dem 07. Februar 2011 müssten neue Automodelle mit Tagfahrlichtausgestattet sein. Dies bedeute einen erheblichen Sicherheitsgewinn fürRadfahrer und Fußgänger.

Ein zuverlässiges Gehör seinach dem Sehvermögen die zweite wesentliche Informationsquelle. Fußgänger undRadfahrer hören zuerst ein von hinten kommendes Auto, bevor sie es sehen.Schwerhörige oder Gehörlose sind hingegen darauf eingerichtet, ihre Umgebungsensorisch ganz anders wahrzunehmen. Das altersbedingte Nachlassen derHörfähigkeit kann damit nicht verglichen werden. Die Verkehrswacht empfiehltälteren Menschen, regelmäßig Sehkraft und Hörvermögen überprüfen zu lassen.

An Einzelinformationenbeeindruckten die bei einem Frontalaufprall mit 50 km/h beschleunigendenGegenstände im Auto: So würde ein lose liegendes Handy von einem Eigengewichtvon 0,3 kg auf 16,5 kg beschleunigen, eine Handtasche von 3,0 kg gar auf 165kg, ein Hund mit 60 kg auf über 3 Tonnen.

Der prozentuale Anteil derAnzahl der Verursacher von Unfällen insgesamt liege bei den über 65-jährigenSenioren nur bei 5,6%, bei der Altersgruppe 25 – 35 jährigen Verkehrsteilnehmerjedoch bei 28,4%.

Besondere Vorsicht imStraßenverkehr sollten die Älteren walten lassen wegen eines verlangsamtenReaktionsvermögens, einer verminderten Konzentrationsfähigkeit, der Verzögerungder motorischen Koordination und der erschwerten Informationsaufnahme, mahntendie Verkehrswachtler.


April 2011:   Siegfried Wohlmann