Sicherheit für Senioren –Aufklärungsaktion der Neumarkter Verkehrswacht

 

Premiere bei der KreisverkehrswachtNeumarkt: Etwa 100 ältere Bürgerinnen und Bürger ließen sich in SachenSicherheit im Straßenverkehr in Pyrbaum vom Team der Vorstandschaft  mit 1. Vorsitzenden Hermann Pfeifer, stv.Vors. Siegfried Wohlmann,Geschäftsführer Erwin März und Schatzmeisterin Sabine Heidkamp informieren undaufklären.

Zusammen mit BürgermeisterGuido Belzl gaben den Anstoß zur Aktion Ursula Feyerabend und Klaus Ruppert vomSeniorenclub Pyrbaum. Basierend auf langjähriger Zusammenarbeit zwischenGemeinde und Verkehrswacht war auch dieser Nachmittag von hoher Effizienzgekennzeichnet.

Während der Vorträge, mitBild, Ton und Film untermauert, nutzten viele Anwesende die Möglichkeit einesReaktions- und Sehtests, denen man sich regelmäßig unterziehen sollte.

Trotz guterSicherheitsausstattung der Fahrzeuge heute mussten 2010 fast 4000 Menschen imStraßenverkehr ihr Leben lassen. Jeder zweite getötete Fußgänger oder Radfahrerwar über 65 Jahre alt, informierte Pfeifer. Auf reflektierende Kleidung solltenicht verzichtet werden, um rechtzeitig gesehen zu werden. Das begleitendeFahren ab dem 17. Lebensjahr habe zur Erhöhung der Sicherheit junger Autofahrererheblich beigetragen. Mittlerweile seien die Versuche Gesetz geworden. DieJugendlichen legen bis zur Volljährigkeit etwa 4000 bis 4500 Straßenkilometeram Steuer zurück. Das Begleiten im Fahrzeug motiviere gar manchen „alten Hasen“zum Mitlernen und zur erhöhten Konzentration. Die Verkehrswacht biete jedesJahr ein Sicherheitstraining sowohl für Biker als auch für PKW-Fahrer an(Termine: 25.Juni und 15. Oktober, Infos unter www.verkehrswacht-neumarkt.de).

In der Lebensaltersgruppe 15– 25 war der prozentuale Anteil der Unfallverursacher mit 29,5% am höchsten, inder Gruppe über 65 Lebensjahre mit 5,6% am niedrigsten (Stand von 2006). Je 100000 Einwohner gab es 2005 in Bayern immerhin 347 bei Verkehrsunfällenverunglückte Senioren, in Nordrhein-Westfalen z. B. 249.

Über Beeinträchtigungen derVerkehrssicherheit durch altersbedingte Veränderungen informierte Siegfried Wohlmann. Dazu gehören das Nachlassen derMuskelkräfte, die Einschränkung der Beweglichkeit, instabile Blutdruckverhältnisseund rasche Erschöpfung. Der Blickwinkel reduziert sich, das Sehvermögen lässtnach, die Blendempfindlichkeit ist erhöht, das Hörvermögen lässt rapide nach abca. 60 Jahren. Insgesamt verlangsamt sich das Reaktionsvermögen und dieKonzentrationsfähigkeit, Informationsaufnahme und Verarbeitung werdenerschwert, die Stressanfälligkeit wird größer. Nicht zu unterschätzen seienMedikamenteneinnahme und verminderte Alkoholverträglichkeit insbesondere inVerbindung zueinander.

Auffällig positiv: Geschwindigkeits-und Alkoholunfälle nehmen mit zunehmendem Alter ab, jedochVorfahrtsverletzungen signifikant zu.

Bürgermeister Belzl danktedem Team der Kreisverkehrswacht unter großem Beifall der Senioren, dieihrerseits zwei Stunden volle Aufmerksamkeit den Ausführungen schenkten.Abschließend wünschte Pfeifer allzeit unfallfreie Fahrt und unfallfreiesBewegen im Straßenverkehr.

 

Januar 2011:   Siegfried Wohlmann