50 Jahre Kreisverkehrswacht Neumarkt

Aus der Jubiläumsveranstaltung

 

„50 Jahre ist eine stolze Zeit. Vieles hat sich in diesem Zeitraum geändert, nicht jedoch das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder, denen ich herzlich danken möchte.“ Mit diesen Worten eröffnete Hermann Pfeifer, der 1. Vorsitzende derKreisverkehrswacht Neumarkt die Jahreshauptversammlung 2012.

Für ihn sei dieses Ehrenamt nahezu zu einem Fulltime-Job geworden, weil es vornehmlich darum gehe,die enorm wichtige Aufklärung zu leisten, neue Verkehrskonzepte zu entwickeln, orientiert an den sich stets ändernden Gegebenheiten und schließlich bei Sponsoren Überzeugung zu leisten, da die Mitgliedsbeiträge allein die notwendige Arbeit nicht tragen könnten. Damit bedankte sich Pfeifer gleichzeitigbei allen, die die Verkehrswacht herausragend unterstützt haben: Dem Amtsgericht, den Autofirmen, den Raiffeisenbanken und der Sparkasse, den Fahrschulen und Versicherungen wie der Polizei und großen Unternehmen der Stadt.

 

Im Rahmen von Ehrungen betonten die Gastredner in ihrem Grußwort die Arbeit für die Verkehrssicherheit, die vonder Vorstandschaft in einer höchst anerkennenswerten Art geleistet werde: Stv.Landrat Willibald Gailler, Bezirksvorsitzender Dr. Wolfgang Laaths, Helmut Zerreis vom TÜV Süd Amberg und in Vertretung des Oberbürgermeisters Jakob Bierschneider, der Verkehrsreferent der Stadt Neumarkt.

Geehrt und ausgezeichnet wurden Reinhard Hornauer, Oberstudiendirektor der Fachoberschule Neumarkt, für besondere Verdienste mit der silbernen Ehrennadel der Landesverkehrswacht Bayern, für besonderes Engagement Petra Traboulsi und Sabrin Traboulsi als jüngste Unterstützerin in der Organisation mit Urkunde und Blumen.

 

Aus dem Geschäftsbericht von Erwin März, Geschäftsführer: Derzeit seien 150 Mitglieder eingeschrieben, in 19 Vorträgen wurden 1002 Schüler aufgeklärt über Drogen, Alkohol und Sicherheit im Verkehr. Aktionen zum Toten Winkel durch Erwin Klinger, zum Schulanfang, zum Verkehrssicherheitstag in Dietfurt, beim Bikertag 2011, beim Kinderbürgerfest,bei Seniorennachmittagen und Trainingseinheiten für Auto- und Motorradfahrerergänzten die Einsätze der Verkehrswachtler, die den 42 Schülerlotsen, den 8 Schulbuslotsen und 67 Schulweghelfern besonderen Dank aussprachen.


Kritik übte der Vorsitzende an jungen Menschen: „Virtuelles Denken zeigt bei immer mehr jungen Menschen einen enormen Aufwand bei der Fahrausbildung. Für nicht wenige Jugendliche ist das Umsetzen von plötzlich auftretenden Verkehrssituationen mehr als problematisch.“

Zum Unteren Markt äußerte Pfeifer sich kurz: Die gefundene Kombilösung, an der die Verkehrswacht mitwirken durfte, sei die sinnvollste. Ein Problem sparte er nicht aus, nämlichdie nicht blinkenden Verkehrsteilnehmer an Kreisverkehren. Auch die Unkenntnis derAutofahrer an Kreuzungen mit dem grünen Pfeil prangerte er zu Recht an.

 

Dank sagte der Vorsitzendeseinem Team mit Geschäftsführer Erwin März, der Schatzmeisterin Sabine Heidkamp, die einen vorzüglichen Kassenbericht vorwies – die Vorstandschaftwurde einstimmig entlastet -, den stv. Vorsitzenden Siegfried Wohlmann, Manfred Schreiner, Matthias Otto und Ludwig Biller.

 

 

Im 2. Teil der Versammlunginformierte Dipl.Ing. Josef Knitl von Max Bögl über den Bau von innovativen Windkraftanlagenmit Hilfe von neu entwickelten Montagekränen.

Um in Bereiche mit höherenWindgeschwindigkeiten vorzudringen, erreicht die Max Bögl Wind AG mit ihrenhybriden Windkrafttürmen aus Spannbeton und Stahl Nabenhöhen von 150 Metern.Diese neue Generation von leistungsstarken Windenergieanlagen bringt auch ein neues Montagekonzept mit sich. Die Türme werden mit speziellen modifizierten,selbst kletternden Turmdrehkranen errichtet.

 

Erstmalig in Bischberg in der Oberpfalz kommen für die Montage von drei hybriden Windkraftanlagen der 3-MW-Klasse Turmdrehkrane zum Einsatz, die mit den auf zu bauenden Windkrafttürmen in die Höhe wachsen. Der Kran arbeitet bis zu einer Hakenhöhevon über 100 Metern freistehend.

 

Vor allem bei Waldstandortenbietet die innovative Montagetechnik klare Vorteile. In etwa einer halbenStunde wurde die 70 Tonnen schwere Gondel sicher auf eine Nabenhöhe von 140 Metern hochgezogen und präzise auf den Turm der Windkraftanlage abgesetzt. Auchdie einzelnen Rotorblätter des Rotors mit einem Durchmesser von 112 Metern konntenexakt positioniert und für die Montage millimetergenau platzierte werden. Daskann man als Meisterleistung des Montageteams, der Kranmonteure und derKranfahrer wie als Paradebeispiel technischer Innovationskraft der Firmengruppe Max Bögl bezeichnen, wie die interessierten und faszinierten Zuhörerbestätigten.

 

In der Diskussion wurdenverschiedene Fragen gestellt und beantwortet. Einig war man sich letztlich darüber, dass regenerative Energien schlicht eine Erfordernis der Zeit auchangesichts der künftigen Abschaltung der Atomkraftwerke darstellten.




Bericht:  Stv. Vorsitzender Siegfried Wohlmann