Verkehrswacht und SeniorenunionNeumarkt: Infotag stößt auf beste Resonanz

 

Allmählich wird einInformationstag zum Thema „Sicherheit für Senioren“ zur Tradition. Nach Pyrbaumund Deining fanden viele Senioren ins Johanneszentrum, um sich von 1.Vorsitzendem Hermann Pfeifer, stv. Vorsitzendem Siegfried Wohlmann und Geschäftsführer Erwin März, einem Teil des Teamsder Kreisverkehrswacht NM, aufklären zu lassen über Fakten, Maßnahmen undGefahren.

 

Konrad Heck, 1.Kreisvorsitzender der CSU-Seniorenunion, begrüßte namens des Orts- undKreisverbandes nicht nur Mitglieder, sondern auch interessierte ältereMitbürger aus der Region.

 

Im ersten Teil berichteteHermann Pfeifer aus seiner reichen Erfahrung als ehemaliger Leiter derTÜV-Stelle Neumarkt und als tätiger Prüfer bei Führerscheinprüfungen.

 

Er schilderte u. a.ausführlich die Gefahren, die von den modernen E-Fahrrädern – die Zahl hatgeradezu drastisch zugenommen – ausgingen. Viele unterschätzten dieGeschwindigkeit und damit die daraus entstehenden Gefahren, auch wegen dervöllig ungewohnten Art der rascheren Vorwärtsbewegung. Aus einsichtigenSicherheitsgründen sollte zumindest die Helmpflicht und eine Versicherungeingeführt werden. Unfälle nähmen auch in und um Neumarkt zu.

 

Viele ältere Menschen bliebenheute länger mobil und müssten z. B. über verfügbare Assistenzsysteme bei AutosBescheid wissen. Umfragen zufolge fühlen sich Rentner deutlich jünger, als siesind. Alt werden und alt sein ist kein unabänderlicher Zustand, sondern einedurchaus angenehme und attraktive Lebensform nach der Berufsphase. Geradedeswegen macht es sich die Verkehrswacht zur Aufgabe, Senioren vielfältigeHilfestellung zu leisten.

 

Im zweiten Teil wartete Siegfried Wohlmann mit teils kaum unvorstellbarenZahlen und Fakten auf. Ältere Menschen nähmen manches über die Sinne auf Grundaltersbedingter Einschränkungen nicht mehr genügend wahr. So sei eine jährlicheÜberprüfung des Seh- und Hörvermögens unerlässlich. Informationsaufnahme undVerarbeitung würden erschwert, die motorische Koordination verzögert.

 

16% aller Unfälle mitPersonenschaden werden von 18 – 24 jährigen verursacht. Mehr als zwei Drittel(71%) der unfallbeteiligten PKW-Fahrer im Alter von 18 – 20 Jahren wurden imJahre 2008 als Hauptverursacher eingestuft. Geschwindigkeits- undAlkoholunfälle nehmen mit zunehmendem Alter ab, Vorfahrtsverletzungen undFehler beim Abbiegen jedoch deutlich zu. Dies wird auf langsames Erkennenkomplexer Situationen, herabgesetztes Reaktionsvermögen, reduziertenBlickwinkel, eingeschränkte Beweglichkeit sowie auf erhöhtes Verkehrsaufkommenzurückgeführt.

 

Neben diesen Informationenpräsentierte Geschäftsführer Erwin März den Sehtest und das Gerät zur Prüfungdes Reaktionsvermögens. Manche Senioren waren ziemlich überrascht vom nichtunbedingt tollen Ergebnis.

 

Für die ehrenamtlichenMitarbeiter war der Nachmittag Motivation, weitere Aktionen zu planen.

 

Juni 2011:   Siegfried Wohlmann, Stv. Kreisvorsitzender