Verkehrssituation und Verkehrssicherheit im Fokus der CSU-Senioren

 

Anlässlich der Jahreshauptversammlung der CSU – Seniorenunion Stadt und Kreis wurde sachlich, engagiert und kontrovers die derzeitige Verkehrsführung in der Stadt diskutiert. Sowohl Argumente für eine Öffnung am Unteren Tor als auch eine Beibehaltung wurden ausgetauscht. Man anerkannte durchaus den Wunsch der Anlieger nach einer Öffnung. In manchen Punkten war man sich einig: Die Parkplätze seien bei einer Neugestaltung aus Gründen der Sicherheit für Autofahrer und Radler schräg anzulegen, immer noch sei nichts von einer Grünphase in der Amberger Straße und in die Verlängerung zu spüren und die so gen. „Semmeltaste“ am Unteren und Oberen Markt werde hervorragend angenommen.

  

Im zweiten Teil der Versammlung gab der stellvertretende Vorsitzende der Seniorenunion, Siegfried Wohlmann, auch stv. Kreisvorsitzender der Verkehrswacht Neumarkt, wertvolle Informationen zur Thematik „Erhöhung der Verkehrssicherheit bei Senioren“, und Geschäftsführer Erwin März bot einen Reaktionstest an, den sich kaum einer entgehen ließ.

 

So würden im fortschreitenden Alter Muskelkräfte nachlassen, die Gelenke unbeweglicher werden, die Blutdruckverhältnisse sich ändern, das Seh- und Hörvermögen nachlassen, die Blendempfindlichkeit sich erhöhen, das Reaktionsvermögen sich reduzieren, die motorische Koordination sich verzögern und die Stressanfälligkeit sich ausweiten.

Vor dem Hintergrund dieser Fakten seien regelmäßige Besuche beim Arzt, beim Hörakustiker und beim Augenoptiker unverzichtbar. Etwa 15 Millionen Menschen in Deutschland würden nicht gut hören, vielen ist es nicht bewusst und würden so Warnsignale im Verkehr kaum wahrnehmen. Nur wer gut hört, schaut auch in die richtige Richtung, so Wohlmann. Bei aufkommenden Schwindelgefühlen oder Müdigkeitsattacken während des Fahrens solle man möglichst bald die Fahrbahn verlassen. Absolutes Fahrverbot gelte für die ersten 24 Stunden nach einer Narkose, nach Augenuntersuchungen mit Tropfen, die zur vorübergehenden Reduzierung der Sehschärfe führen.

Schließlich könne die Fahrzeugausstattung einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit leisten, auch wenn die zahlreichen Assistenzsysteme den Preis bei Neukauf teils deutlich erhöhen. Entscheidend sei auch die richtige Sitzposition, damit könne Schmerzen und aufkommender Müdigkeit entgegengewirkt werden.

Abschließend erinnerte der Referent an zwei Fakten, die vielen nicht bewusst seien: Autofahrer seien auch Radfahrer, die mit ihrem Gefährt beim Erwischtwerden von z. B. 1, 5 Promille mit Geldstrafe, zwei Punkten und einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung zu rechnen haben. Wer bei der MPU durchfällt, verliert seinen Führerschein.

Unfallverursacher mit 1,3 Promille zahlen den Schaden am eigenen Auto trotz Vollkasko selber. Bezahlt werden Schäden am Auto des Unfallgegners, jedoch holt sich die Versicherung in der Regel bis zu 5000.- € zurück.

 

Bericht: Stv.Vorsitzender S.Wohlmann