Diakonie und Caritas lassen ihre Kräfte durch die Verkehrswacht schulen

 

51 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterzogen sich am 22. und 23. Mai einer intensiven Trainingseinheit auf dem Volksfestplatz. Das Fahrsicherheitstraining mit Caritas – eigenen PKWs leiteten die Fahrschullehrer Karl-Heinz Wagner, Matthias Otto und Andreas Otto. Bereits im Herbst 2014 kontaktierten Geschäftsführer Josef Bogner und Pflegedienstleiterin Sieglinde Diepold die Kreisverkehrswacht Neumarkt mit der Bitte, Übungseinheiten für ihre täglich im Einsatz befindlichen Kräfte anzubieten.

Da es einen Präventivcharakter hat, werde das Training von der Berufsgenossenschaft gefördert, so Bogner. Vorsitzender Hermann Pfeifer und seine gesamte Vorstandschaft unterstützten von Beginn an das Vorhaben: „Diese Art von Training gibt es in Österreich und Südtirol schon lange und wird entsprechend gefördert. In Deutschland hinken wir noch hinterher.“

Die Pflegedienstkräfte seine in einer besonderen Situation: Unter Zeitdruck stünden sie sowieso, dazu kommt ein hohes Maß an Konzentration bei den Patienten und schließlich müssten sie sicher von einem zum anderen kommen.

Die Übungen im Detail: Fahren, Bremsen und Ausweichen auf nassen Straßen wie bei 0 Grad und Glatteis (simuliert auf einer Carbonmatte), Umfahren von Slalomstangen vor- und rückwärts, Einfahren in eine enge Hofeinfahrt und das Ausparken. Übrigens: Das ABS kann nur arbeiten, wenn das Bremspedal gedrückt wird. Daneben gab es auch einen unabdingbaren Theorieteil, denn von der neuen Straßenverkehrsordnung, die seit zwei Jahren gilt, wussten nur einige. Unfallursache Nr. 1 ist fehlende Verkehrsbeobachtung. Übersehene Fußgänger oder Radfahrer, ein fehlender Blick über die Schulter oder in den Rückspiegel – und schon ist es passiert!

Damit solche gefährlichen Situationen erst gar nicht entstehen, dazu diente das Fahrsicherheitstraining. Auch für die Feuerwehren des Landkreises wird dieses angeboten.

 

Siegfried Wohlmann, stv.Vorsitzender