Sekunden der Unaufmerksamkeit führen zur Katastrophe

 

Das gabs noch nicht, war aber dringendst: Der Test auf einem von der Polizei abgesperrten Gelände mit einer Journalistin des Bayerischen Rundfunks, wie sich das Verhalten am Steuer beim Telefonieren, Simsen oder Bedienen des Navis verändert. Die Kreisverkehrswacht Neumarkt mit ihren Vorsitzenden Hermann Pfeifer und Siegfried Wohlmann sowie Geschäftsführer Erwin März organisierten die reale Praxis mit einem Mini Cooper, der zwischen Pylonen zu steuern war. Bei Fußgängern kann das unentwegte Schauen auf die Tastatur des Handys zum Stolperer führen – im geringsten Fall. Beim Autofahren kann die Fahrt rasch am Baum oder in einem Frontalzusammenstoß mit tödlichen Folgen der Verkehrsteilnehmer enden.

Trotz des 13 Jahre alten Handynutzungsverbot telefonieren noch 40% der Autofahrer, ein sattes Drittel liest oder schreibt SMS und E-Mails hinterm Steuer. Man weiß es nicht oder verdrängt es: Wer bei 50km/h nur 5 Sekunden auf das Display schaut – Handy oder Navigationssystem -, fährt 50 Meter weit. Ein Blindflug mit ggf. schwersten Folgen!

Die BR-Moderatorin war relativ erschrocken, als sie zur Kenntnis nehmen musste, dass sie bei 4 Fahrten über ca. 150 Meter 8-mal Pylonen „zur Strecke“ brachte und einmal das Hütchen 20 Meter mitschleifte, bis der PKW stand.

Wissenswert ist die Neuerung, dass das Bußgeld beim Telefonat nunmehr 60 Euro beträgt. Übrigens zahlen auch Radfahrer beim Erwischt werden 25 Euro. Die Verkehrswacht hat einen Film ins Internet gestellt, jedoch mit weniger drastischer Darstellung als der amerikanische Film „From one second to the next“. Eine junge Frau auf einem Verkehrsübungsplatz glaubt, in Schlangenlinien um die Pylonen herumfahren und eine SMS schreiben zu können. Nach der Probefahrt steht kein Hütchen mehr. 

 

Link zum Youtube Video:  

Verkehrswachtstiftung Niedersachsen - SMS am Steuer   https://www.youtube.com/watch?v=Dkyvdb9wQQo